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Gestaltung urbaner Räume als integrative und anpassungsfähige Landschaften

Neuigkeiten24. Juni 2025

Q&A mit Nikolai Soyka, dem Landschaftsarchitekten, der die neue UNITY-Serie von Vestre entworfen hat, und seinen Kollegen des deutschen Landschaftsarchitekturbüros schöne aussichten landschaftsarchitektur (sala).

Gestaltung urbaner Räume als integrative und anpassungsfähige Landschaften

Herr Soyka, was war Ihre Hauptmotivation bei der Entwicklung von UNITY,und welches Problem wollten Sie im öffentlichen Raum damit lösen?

Wir wollten ein Objekt entwickeln, das nicht eindeutig zugeordnet werden kann und sich klaren Zuschreibungen entzieht: Ist es eine Bank? Ein Podest? Eine Abgrenzung? Damit wollen wir ein Angebot für vielfältigste Nutzungen an möglichst viele Menschen machen. So ist es gleichzeitig auch ein Angebot für eine gemeinsame Nutzung – der Name UNITY referiert darauf. Dabei entstand dann etwas sehr Eigenständiges.

UNITY wird als "Werkzeugkasten für spielerische Landschaften" beschrieben – wie haben Sie es geschafft, Funktionalität und Spiel im Design zu vereinen? Welche Rolle spielt die Modularität dabei?

Auf den ersten Blick ist es ein einfaches Objekt. Das ist es aber nicht, die Module haben asymmetrische Formen, die wir lange ausbalanciert haben, um im Zusammenspiel spannende Ergebnisse erzeugen zu können. Erst in der Kombination und Anwendung entfaltet UNITY sein Potential der vielfältigsten Möglichkeiten – im Grunde unendlich viele.

Das System ist besonders für Schulen und urbane Räume konzipiert. Wie fördert UNITY Inklusion und soziale Interaktion im Alltag?

In gewisser Weise unterliegt jede UNITY-Konstellation der Interpretation des jeweiligen Nutzers, was er oder sie daraus macht. Kinder nähern sich spielerisch, Jugendliche chillen darauf, Erwachsene ruhen sich aus, picknicken, unterhalten sich. Im besten Fall findet vieles gleichzeitig statt. Wir schränken die Nutzungen im vorneherein nicht ein oder geben etwas vor, das ermöglicht Integration und soziale Interaktion.

Wie haben Ihre Erfahrungen als Landschaftsarchitekt die Gestaltung von UNITY beeinflusst? Welchen Bedarf möchten Sie mit UNITY bedienen?

Bei aller Liebe zum Design muss ein Stadtmöbel wie UNITY technischen Normen entsprechen und die Ansprüche an Funktionalität im öffentlichen oder halböffentlichen Raum müssen erfüllt sein. Dazu gehören auch Aspekte wie Wartung und Pflege, Transport, Kosten etc., sonst kommt es nicht zur Anwendung.

Welche Rolle spielt das Thema „Re-Greening“ in Ihrem Konzept, und welche Vorteile bietet UNITY gegenüber klassischen Stadtmöbeln?

Es geht ja darum, mehr Grün in die Städte zu bringen, auch im Kleinen. Das bepflanzbare Modul, der Planter, bietet die Option, Grün zu integrieren. Das ist bei "klassischen" Stadtmöbeln nicht der Fall.

Was schätzen sie an Vestre und seinen Möbeln?

Ich mag den Stil von Vestre, den ich mit nordischer Frische, Offenheit und Anspruch auf Nachhaltigkeit verbinde. Unseren Ansatz, Menschen zu verbinden, verfolgt auch VESTRE.

Das Designentwicklungsteam von Vestre zusammen mit dem Landschaftsarchitekten und Schöpfer von UNITY. Von links: Rickard Forsman, Jeanette Løining, Nikolai Soyka und Guro Midtun.

Wie kam es zur Zusammenarbeit mit Vestre? Warum passt UNITY so gut in das Produktportfolio von Vestre?

Wir haben Vestre gefragt, ob sie die Objekte, die wir uns für ein großes Schulprojekt in Berlin entworfen hatten, für uns bauen können. Und dann kam sehr schnell die Idee auf, daraus ein Serienprodukt zu machen. Damit kamen völlig neue Fragen auf. Das Ergebnis ist das Resultat aus einer intensiven und schönen Zusammenarbeit zwischen Veste und uns. Beim Entwicklungsprozess, der über ein Jahr gedauert hat, waren viele beteiligt – vielen Dank, noch einmal an alle die mitgewirkt haben.

Photos: Marie Staggart / Félix L. Salazar / Marianne Preus Jacobsen