
Kreativachse Chemnitz – urbane Transformation durch Design und Partizipation
Chemnitz, Deutschland

Auch in den Küstenorten Seaburn und Roker tut sich etwas: Um diese geschichtsträchtigen Seebäder aufzufrischen, wurde die Uferzone mit zeitgenössischem skandinavischem Design versehen. Neue Sitzgelegenheiten laden dazu ein, die Seeluft zu genießen und das nordische Konzept des „friluftsliv“ (Leben im Freien) auf britische Weise zu erleben.
Eine neue Chance für zwei englische Seebäder
An der Nordostküste Englands gehen die Strände von Roker und Seaburn, zwei Orten im Gemeindebezirk Sunderland, nahtlos ineinander über. Mit seiner kilometerlangen, idyllischen Küste ist das Gebiet seit Jahrhunderten ein beliebtes Urlaubsziel im Vereinigten Königreich. Der feine Sand und die landschaftlich gestaltete Uferpromenade bieten sowohl Einheimischen als auch Urlaubsgästen beste Voraussetzungen für Entspannung und Bewegung am Meer.
Doch wie viele andere englische Seebäder haben auch diese an Wohlstand eingebüßt, seitdem Flugreisen erschwinglicher und damit beliebter geworden sind. Der Verlust des einst so mondänen Status hat zudem die örtliche Bevölkerung in eine wirtschaftlich schwierige Lage versetzt.

Um diesem Trend entgegenzuwirken, hat der Stadtrat von Sunderland beschlossen, den Uferzonen neues Leben einzuhauchen. Schon 2009 wurde eine Strategie zur Revitalisierung entwickelt, wodurch unter anderem das Tourismusangebot verbessert werden soll. Außerdem wird damit das Bestreben von Sunderland unterstützt, die lebenswerteste Stadt Großbritanniens zu werden.
Weil sich die beiden Seebäder in ihren Möglichkeiten und Bedürfnissen unterscheiden, hat die Stadtverwaltung für jeden eine separate Vision skizziert. Roker gilt als beliebter Erholungsort, an dem besonders Familien die friedliche, natürliche Umgebung schätzen. Für Seaburn wurde der Plan stärker auf Gastfreundschaft und Freizeitaktivitäten ausgerichtet, die ein typisch britisches Küstenerlebnis ausmachen. Durch diesen ausgewogenen Ansatz bieten die benachbarten Strandabschnitte für jede:n etwas, und auch die Anwohner:innen profitieren von der Neugestaltung.
Ein flexibler Zugang
Als Sunderland als einer von sieben Austragungsorten der Triathlon-Weltmeisterschaften 2023 (ITU World Championship Series 2023) ausgewählt wurde, musste der öffentliche Raum umgestaltet werden. Ursprünglich gab es nämlich Küstenbepflanzung, Felsblöcke und fest verankerte Außenmöbel – viele Elemente, die sich nur schwer bewegen lassen, um Platz für Veranstaltungen zu machen.

Bereits in einem frühen Stadium stand fest, die Uferzonen völlig neu zu gestalten und dabei einem nachhaltigen Ansatz zu folgen: Alle vorhandenen Elemente wurden entweder innerhalb des revitalisierten Bereichs versetzt oder woanders entlang der Strandpromenade aufgestellt.
Der neue öffentliche Raum sollte in erster Linie für die alltägliche Nutzung funktionieren, doch auch so viel Flexibilität bieten, dass die Bereiche vorübergehend geräumt werden können. Aus diesem Anspruch ergab sich unter anderem, dass die Außenmöbel lediglich auf den Untergrund aufgeschraubt werden, damit man sie bei Bedarf leichter entfernen und so uneingeschränkten Zugang zum Uferbereich erhalten kann. Schließlich fiel die Wahl auf Möbel von Vestre, weil wir die gewünschte Flexibilität bieten und darüber hinaus lange Garantien geben und einen nachhaltigen Ansatz verfolgen. Vestre hat seit Jahrzehnten Erfahrung mit anspruchsvollen Küstenregionen in Norwegen. Beispielsweise hat die Hauptstadt Oslo ein ähnliches Klima wie Sunderland, da beide an der Nordsee liegen.

Farbtupfer in der Sommerfrische
Die überaus beliebte Produktreihe BLOC erfüllt die Anforderungen des Projekts mit ihrer schlichten, modernen Formensprache, ihrer Robustheit und ihrer unkomplizierten Oberflächenbefestigung. Die Wahl fiel auf die Liegebänke als Sitzgelegenheiten, von denen aus man aufs Meer schauen und sogar Delfine beobachten kann. Die Größenordnung der Bänke erlaubt die Nutzung für Einzelpersonen, Paare und Kleingruppen.
Die Sitzgelegenheiten werden das ganze Jahr über gut genutzt und sind auch optisch ein voller Erfolg: Mit ihren freundlichen Farben sorgen sie nicht nur im Sommer für Urlaubsstimmung, sondern sie kommen auch an trüben Wintertagen zur Geltung. Der Bereich wurde durch BLOC Pflanzgefäße ergänzt, die mit verschiedenen maritimen Pflanzen bestückt sind.

„Bei der Neuausrichtung der Uferzonen von Roker und Seaburn war Nachhaltigkeit ein zentrales Thema für uns. Wir haben uns für die Stadtmöbel von Vestre entschieden, weil sie sich durch ihre Umweltfreundlichkeit auszeichnen. Ein weiterer wichtiger Faktor war die breite Farbpalette: Damit konnten wir im öffentlichen Raum Akzente setzen. Wir haben die BLOC Liegebänke von Vestre gewählt, weil sie ergonomisch und bequem sind und sich flexibel nutzen lassen. Und mit den großen BLOC Pflanzgefäßen wurde die Raumbegrünung zu einem weiteren prominenten Element.“
Aus den über 200 verfügbaren RAL-Farben wurde eine Kombination aus Pastelltönen zusammengestellt, die an Eis, Liegestühle und Zuckerwatte erinnern. Damit hat das neu gestaltete englische Seebad einen Hauch Leichtigkeit bekommen, der Einheimische wie Urlaubsgäste anspricht und dafür sorgt, dass sich jede:r willkommen fühlt.
Die Uferzone zeigt sich seit der Auffrischung als ein einladender, integrativer Raum. Die Reaktionen auf die Neugestaltung sind durchweg positiv. Zahlreiche Gäste finden ihren Weg nach Roker und Seaburn, um an den Stränden spazieren zu gehen und sich – am besten mit einer Tüte preisgekrönter Fish and Chips in der Hand – auf einer Bank niederzulassen.
